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Mit einem Lächeln auf den Lippen
Eine Hausarbeiterin ohne Papiere zieht vors Arbeitsgericht

57 min. spanisch/deutsch Ut., Berlin/Hamburg 2008
Ein Dokumentarfilm von Anne Frisius in Zusammenarbeit mit Nadja Damm und Mónica Orjeda

"Ich dachte, ohne Papiere hätte ich keine Chance. Als sie mir sagten, dass ich auch ohne Papiere mein Recht einfordern kann, war das für mich ganz neu.
Ich dachte immer, ohne Papiere geht gar nichts. Anfangs war ich sehr nervös. Jetzt nicht mehr, ich bin viel mutiger geworden. Jetzt sage ich, ich verlange nur, was mir gehört. Ich erwarte nicht, dass mir jemand etwas schenkt. Ich verlange nur, was mir zusteht. Es ist der Lohn für meine Arbeit, die ich bereits geleistet habe." (Ana S.)


Ana S. beschließt nach 3 Jahren unterbezahlter Hausarbeit bei einer Hamburger Familie, dass sie einen angemessenen Arbeitslohn vor Gericht einklagen will – obgleich sie als "illegal" gilt, weil sie keinen offiziellen Aufenthaltstitel hat …

Trotz aller Schwierigkeiten zeigt dieser Fall, dass es sich lohnt, sich zu wehren. Er zeigt auch, dass dringend Unterstützungsstrukturen geschaffen werden müssen, die es auch anderen Illegalisierten möglich machen, für ihre Rechte zu kämpfen. Dass verschiedene anti-rassistische Gruppen, Initiativen und Organisationen in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft in Hamburg den Fall gemeinsam unterstützt haben, und sie zudem eine reguläre arbeitsrechtliche Anlaufstelle für undokumentierte Arbeiter/innen aufgebaut haben, ist ein ermutigender Anfang.

Ana S. und verschiedene Unterstützer und Unterstützerinnen erzählen die Geschichte (Mónica Orjeda, verikom, Peter Bremme, FB 13 ver.di, Norbert Cyrus, Universität Oldenburg u.a.).
Tanz und Choreografie: Mariela Durand Huamán

Do StiftungStiftung Umverteilen Ermöglicht durch die Stiftung Umverteilen, die Do Stiftung und die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

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Presseartikel zum Film
 

Beratungsstellen für MigrantInnen ohne Papiere:

HAMBURG
MigrAr
– Anlaufstelle für Menschen ohne Papiere,
ver.di Dienstleistungszentrum im Gewerkschaftshaus,
Besenbinderhof 56, 20097 Hamburg
dienstags 10-14.00 Uhr, tel. 040-258 4138
verikom – Ambulante Betreuung für MigrantInnen ohne Papiere (Hamburg)
Die Betreuung richtet sich an Migrantinnen ohne Papiere und in Krisensituationen. Unterstützung bei der Anerkennung der Rechte. Das Angebot ist kostenlos und anonym.
tel: 0176 630 10427 | e-mail: abfm[at]verikom.de
BERLIN
AK Undokumentiertes Arbeiten

Beratung in Arbeitsfragen
bei ver.di, Köpenickerstr.30, 10179 Berlin, Zimmer E 10,
jeweils am 2. und 4. Mittwoch des Monats:
am 2. immer von 9-11.00,
am 4. immer von 18-20.00 Uhr.
tel. (030) 8866 5622
e-mail: ak-undokumentierte-arbeit.berlin[at]verdi.org